In Deutschland breiten sich vermehrt schwarze Schlangen aus. Experten erklären, wie man reagieren sollte, wenn man den Tieren im Garten begegnet. Mehr dazu im ersten Kommentar!

Tatsächlich handelt es sich häufig um eine besondere Farbvariante der Ringelnatter. Durch eine genetische Veränderung kann ihr Körper statt der üblichen grauen oder braunen Musterung eine sehr dunkle, fast vollständig schwarze Färbung entwickeln. Dieses Phänomen wird in der Biologie als Melanismus bezeichnet und kommt bei verschiedenen Tierarten vor.
Dass diese schwarzen Schlangen in Deutschland heute häufiger gesehen werden, hängt auch mit Veränderungen in der Umwelt zusammen. Mildere Temperaturen und veränderte klimatische Bedingungen schaffen für viele Reptilien günstigere Lebensräume, sodass sie sich weiter ausbreiten können als früher. Dadurch kommt es auch häufiger zu Begegnungen mit Menschen.
In Deutschland breiten sich vermehrt schwarze Schlangen aus
1. Schwarze Schlange im Garten: Was steckt dahinter?
Wer plötzlich eine tiefschwarze Schlange über den Rasen gleiten sieht, erschrickt oft – und vermutet ein giftiges Reptil. Die Wahrheit ist aber meist weit harmloser. Denn in den allermeisten Fällen handelt es sich um eine Ringelnatter, die aufgrund einer Genmutation eine dunkle, fast vollständig schwarze Färbung entwickelt hat.
Diese sogenannte Melanismus-Variante ist bei Reptilien nicht ungewöhnlich – und bei Ringelnattern seit einigen Jahren verstärkt in Deutschland zu beobachten. Trotz ihrer veränderten Optik ist die Schlange ungefährlich für den Menschen. Sie flüchtet bei Störung in der Regel sofort und sucht das Weite. Panik ist also unnötig – ein ruhiger Abstand genügt vollkommen.
2. Warum die Sichtungen jetzt zunehmen
Die zunehmenden Begegnungen mit der schwarzen Ringelnatter sind kein Zufall, sondern ein direktes Ergebnis des Klimawandels. Laut Experten wie Martin Maschka von der Wildnisschule Ruhrgebiet hat sich das Klima in Regionen wie NRW so verändert, dass es inzwischen Bedingungen wie im Süden Deutschlands gibt.
Ringelnattern, die auf das Ablegen von Eiern angewiesen sind, finden nun auch in mittleren Breiten ideale Voraussetzungen, um sich fortzupflanzen. Das führt dazu, dass sich die Tiere stärker ausbreiten und häufiger in menschennahen Lebensräumen wie Gärten oder Waldrändern auftauchen. Der Klimawandel verändert also nicht nur das Wetter, sondern auch die Tierwelt vor unserer Haustür.

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